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Die goldenen Regeln der Schuhpflege.
  • Sie sollten nur gutes Schuhwerk kaufen, sonst nützt alles Putzen und Polieren nichts. Nicht zu lange mit den Reparaturen warten. Es wird teuer, wenn die Schuhe von Grund auf neu bearbeitet werden müssen.
  • Sie sollten Ihre Schuhe nur einen Tag tragen und dann zwei Tage ruhen lassen. Wenn Sie Ihre Schuhe auf den Holzstreckleisten geben, sollten sie tragewarm sein, da der Holzstreckleisten die Schuhe sonst abrupt überdehnt und es zu kleinen Rissen im Oberleder kommen kann.
  • Die Streckleisten sollten aus unlackiertem Holz sein, da nur sie den Schweiß absorbieren und so das Leder richtig atmen kann. Auch auf richtiges Passen des Streckleistenspanners sollte größter Wert gelegt werden. Hier beraten wir Sie gern.
  • Die Schuhe nie in einem luftdichten Schrank aufbewahren. Es sollten Lüftungsschlitze vorhanden sein.
  • Sie sollten Ihre Schuhe nicht zu sehr schonen. Leder verträgt kurzfristig Kontakt mit Wasser und braucht ihn sogar, denn wie es sich schon lange erwiesen hat, werden die wasserresitenten Ledersohlen der Gerberei Rendenbach, die wir ausschließlich verwenden, durch Regenlaufen noch resistenter und abriebsfester. Das Oberleder sollte hin und wieder zuerst mit flüssigem Lederreiniger von alter Pastenkruste und Straßenstaub befreit werden, um wieder atmen zu können. Vorsicht mit Sattelseife, sie eignet sich nicht für alle Leder. Auch hat sie eine starke Rückfettung zur Folge, so dass das Leder auch überfettet werden kann und die Poren farbgebende Creme nicht mehr gut aufnehmen können.
  • Für Glattleder gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Farbauffrischung. Entweder mit einer Wachspaste oder einer dünnflüssigen Schuhpflegecreme. Hier sollte man sich entscheiden, ob der Schuh hochglänzend oder matt sein soll. Dünnflüssige Creme zieht schnell in die Poren und bringt so einen seidenmatten Oberflächenglanz. Während Wachs nicht so tief in die Poren einzieht und so ein starker Hochglanzeffekt entsteht. Man merke: Je länger Creme oder Wachs einzieht, desto mehr Arbeit hat man beim Polieren, aber auch desto höher ist der Glanzeffekt.
  • Das Pastenauftragen erfolgt am besten durch eine Einstreichbürste, mir der man die Paste oder Creme in das Leder einmassiert. Dann läßt man die Pflegemittel ca. 1 Stunde einziehen. Anschließend mit einem Poliertuch das Pflegemittel einmassieren und überschüssiges Pflegemittel entfernen. Zum Polieren empfehlen wir eine große Polierbürste aus Roßhaar, sowie zusätzlich ab und an beim Polieren mit der Bürste auf das Oberleder spucken. Hierdurch erreicht man gerade bei wachshaltiger Paste einen noch höheren Glanzeffekt.
  • Lackleder sind nur mit Lackpflegemitteln zu pflegen. Alles andere schadet mehr als es nutzt.
  • Rahmen und Sohle Auch der Lederrahmen sollte beim Cremen oder Wachsen mit gepflegt werden, da der Rahmen sonst durch Austrocknen brüchig werden kann. Hierfür gibt es extra Rahmeneinstreichbürsten, die das Pflegemittel gezielt dorthin bringen, wo es gebraucht wird.
  • Sind die Schuhe einmal völlig durchgeweicht, stopft man sie mit Zeitungspapier aus und wechselt das Papier, wenn es vollgesogen ist. Die sogenannten Schneeränder, die nicht nur vom Streusalz, sondern meist durch Gerbsalze und Mineralstoffe aus dem Leder selbst stammen, wäscht man mit einem in warmen Wasser getränkten Tuch ab. Hierzu empfehlen wir, den ganzen Schuh mit dem nassen Tuch abzuwaschen. Die Ledersohle kann auch ab und an mit Lederöl behandelt werden. Doch nicht im Nahtbereich und am Rand auftragen, da hier das Öl die Verklebung anlösen könnte.

    Übrigens ist das perfekte Schuhmordinstrument ein warmer Heizkörper!!!
  • Rauhleder sind mit einem Messingbürstchen vom Staub zu befreien, bevor man sie imprägniert. Hartnäckige Flecken behandelt man mit dem Veloursradierer. Sollten Schneeränder oder hartnäckiger Dreck die Veloursschuhe verunstalten, so sind diese mit einer groben Bürste zu reinigen, und dann vollständig in das Wasser zu halten. Schließlich werden sie mit Kernseife abgewaschen und zum Trocknen am besten aufgehängt. So kann der Schuh rundherum austrocknen. Ist er trocken, wird er mit der Messingbürste in eine Richtung gebürstet und imprägniert.

    Wichtig: Nur Qualitätsmessingbürsten verwenden!
  • Auf Reisen sollten Sie Ihren Schuhen nur 1.-Klasse-Komfort gönnen. Drei Tage in einen Koffer gequetscht, womöglich in einer Plastiktüte, machen Monate aufmerksamer Pflege zunichte. "Reisende Schuhe" gehören in ein Flanellsäckchen. Treiben Holzspanner die Übergepäcksumme in die Höhe, nimmt man ein Paar für jeweils getragene Schuhe und behilft sich für die restlichen Paare mit Zeitungspapier.
  • Ein Schuhlöffel ist nicht nur bloße Dielendekoration, sondern ein echtes Schuhpflegemittel. Ist keiner greifbar, so nehmen Sie ungeniert einen Suppenlöffel. Gegen eine Ziehharmonika-Ferse hilft gar nichts mehr!!

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